Gemeinsame Bus- und Radspur Richtung Ginnheim

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15.04.26 Infrastruktur

Besser unterwegs zwischen Bockenheim und Ginnheim

Die bisher vorhandenen Lücken in der Radverbindung zwischen den Stadtteilen Bockenheim und Ginnheim sind geschlossen. Rad- und E-Scooter-Fahrende sind hier nun komfortabler und sicherer unterwegs.

Die im März 2026 ausgeführte Umgestaltung betrifft eine 1,3 Kilometer lange Strecke auf der Ginnheimer Landstraße und der Franz-Rücker-Allee.

Lückenschluss am Bockenheimer Friedhof

Von Ginnheim kommend gab es an der Kreuzung Ginnheimer Landstraße/August-Scheidel-Straße bisher keine Radverkehrsführung entlang des Friedhofs Bockenheim. Erst gut zweihundert Meter südlich bestand die Möglichkeit zur Nutzung eines wenig komfortablen Bordsteinradwegs. In der Gegenrichtung – entlang dem Markus-Krankenhaus – führte der vorhandene Bordsteinradweg in den Bereich einer Bushaltestelle und bot keinen direkten Anschluss an die in den Ginnheimer Ortskern führende Ginnheimer Landstraße.

Lückenschluss in Richtung Ginnheimeer Ortskern

Beide Lücken sind nun geschlossen: Dazu wird der Radverkehr zusammen mit der Buslinie M34 und 69 zwischen Markus-Krankenhaus und Franz-Rücker-Allee in beiden Richtungen auf jeweils einer gemeinsamen Spur geführt. Bereiche, in denen erhöhte Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmenden geboten ist, sind rot markiert. Auf der gemeinsamen Spur sind sowohl Fahrradpiktogramme sowie mehrfach der Schriftzug „BUS“ aufgebracht. Die entsprechende Beschilderung “Busspur - Rad frei” war zum Erscheinen dieses Artikels noch nicht ausgeführt.

Bisher unbefriedigend war auch die Situation an der Kreuzung Ginnheimer Landstraße/Franz-Rücker-Allee. In südlicher Richtung galt dies insbesondere für Radfahrende, die von Ginnheim kommend weiter auf der Franz-Rücker-Allee fahren wollten: Vom Bordsteinradweg aus war die Franz-Rücker-Allee nur sehr umwegig erreichbar. Von der Fahrbahn aus (der Bordsteinradweg ist seit vielen Jahren nicht mehr benutzungspflichtig) bestand ein großes Konfliktpotenzial mit rechts abbiegenden Kraftfahrzeugen. 

Eine klare Verbesserung ergibt sich durch die bis dorthin geführte gemeinsame Bus- und Radspur. An sie schließt sich ein rotmarkierter Radfahrsteifen an, der Radfahrende und E-Scooter-Nutzende gut erkennbar in den Kreuzungsbereich hineinleitet. Auch in nördlicher Richtung ist die Situation durch die an der Kreuzung beginnende gemeinsame Bus- und Radspur wesentlich übersichtlicher und sicherer geworden.

 

Aktualisierung Mai 2026

Fahrräder auf einer rot markierten Busspur, auf einem baulichen Radweg rechts fährt ein Lastenrad.

Zum Abschluss der Umgestaltung der Ginnheimer Landstraße ist die Beschilderung der Busspur erfolgt. Sie ist für Fahrräder und Taxis freigegeben und an Ein- oder Abbiegebereichen zur Erhöhung der Aufmerksamkeit rot markiert. Der bauliche Radweg rechts neben der Fahrbahn darf weiterhin vom Radverkehr benutzt werden, ist aber nicht benutzungspflichtig.

Markierungsarbeiten – vergrößerte Ansicht wird in Lightbox angezeigt
Lückenschluss Richtung Ginnheimer Ortskern – vergrößerte Ansicht wird in Lightbox angezeigt
Lückenschluss zur Franz-Rücker-Allee – vergrößerte Ansicht wird in Lightbox angezeigt
Rotmarkierung nahe Frauenfriedenskirche – vergrößerte Ansicht wird in Lightbox angezeigt

Bitte auf die Bilder klicken oder tippen, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Gemeinsame Bus- und Radspur Richtung Ginnheim

Auf der Franz-Rücker-Allee, auf der die Straßenbahnlinie 16 verkehrt, gab es bisher keinerlei Radverkehrsführung. Durch die Umgestaltung besteht nun auf der gesamten Länge (zwischen Frauenlobstraße und Juliusstraße) ein Radschutzstreifen, wo es die Straßenbreite zuließ, sogar ein Radfahrstreifen. 

Radspuren Franz-Rücker-Allee beidseitig

Da auf beiden Seiten der Franz-Rücker-Allee Gehwegparken zulässig ist, wurde zwischen der Radspur und Straßenrand jeweils ein 75 Zentimeter breiter Sicherheitstrennstreifen markiert. Damit lässt sich der Gefahr von sogenannten „Dooring“-Unfällen entgegenwirken. In Kreuzungs- und Einmündungsbereichen sind Schutz- bzw. Radfahrstreifen rot markiert, um mehr Aufmerksamkeit für den Radverkehr zu schaffen. 

Sicherheitstrennstreifen Franz Rücker Allee

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