Fahrrad-Parken in Frankfurt
Sichere, gut zugängliche und ausreichende Abstellplätze sind ein wichtiger Teil der Radfahr-Infrastruktur einer Stadt. Die Stadt Frankfurt arbeitet kontinuierlich daran, die Parkmöglichkeiten für Rad Fahrende zu verbessern.

Überdachte Fahrrad-Abstellanlagen
Im Zuge eines in Frankfurt seit 2005 realisierten Bike+Ride-Konzeptes können Rad Fahrende insbesondere an Stationen der Stadtbahn zahlreiche überdachte Fahrradabstellanlagen nutzen. Kleinere Anlagen mit 10-20 Abstellplätzen wie an den Stadtbahn-Stationen Riedwiese und Sandelmühle (U2) oder Holzhausenstraße (U1, U2, U3, U8) zählen dazu ebenso wie größere Anlagen an den Stationen Heddernheim (U1, U2, U3, U8) oder Stadtgrenze Neu-Isenburg (Straßenbahnlinie 17). Auch an S-Bahn-Haltestellen im Frankfurter Stadtgebiet stehen Rad Fahrenden kleinere (Sindlingen oder Zeilsheim) und größere (Höchst oder Rödelheim) überdachte Fahrrad-Abstellanlagen zur Verfügung. Sinnvoll sind überdachte Abstellanlagen nicht nur, um vom Rad zum ÖPNV zu wechseln, sondern auch an Orten, die beispielsweise zum Einkaufen, für Kino- oder Café-Besuche genutzt werden. So befriedigen die an der Konstablerwache sowie am Höchster Markt errichteten doppelstöckigen Fahrrad-Abstellanlagen die besonders an Markttagen hohe Nachfrage nach Fahrrad-Abstellmöglichkeiten in fußläufiger Entfernung. Auch am Nordwestzentrum sind überdachte Fahrradstellplätze eingerichtet worden.

Das platzsparende Konzept der doppelstöckigen Fahrrad-Abstellanlage ist von der Bevölkerung sehr gut angenommen worden. Aus diesem Grund werden weitere dieser Anlagen geplant und in Betrieb genommen, beziehungsweise bestehende eingeschossige Anlagen kostengünstig zu doppelstöckigen erweitert. Stark ausgedehnt wurden bisher bereits die Kapazitäten an der S-Bahn-Station in Rödelheim (von 92 auf 208), am Bahnhof Höchst (von 80 auf 156 Stellplätze) und an der U-Bahn-Haltestelle Heddernheim (von 40 auf 124). Neue doppelstöckige Anlagen mit je 32 Plätzen sind am P+R-Parkplatz in Kalbach, in Bonames, in Nieder-Eschbach, am S-Bahnhof Niederrad, am Ostbahnhof, am Gravensteiner Platz, am Südbahnhof (Nord- und Südeingang) sowie am Lokalbahnhof in Sachsenhausen und an der Endhaltestelle der Straßenbahn-Linie 17 “Neu-Isenburg-Stadtgrenze” entstanden. Zwei neue Anlagen an der Galluswarte sowie am S-Bahnhof Ostendstraße haben dort jeweils die Kapazität auf 48 Stellplätze erhöht. Auch an der S-Bahn-Station im Stadtteil Griesheim steht eine weitere doppelstöckige Anlage mit 16 Stellplätzen bereit.
Durch all diese Maßnahmen hat sich die Zahl der überdachten Fahrrad-Abstellplätze in Frankfurt am Main auf über 1.500 erhöht (Stand: Frühjahr 2025). Nach wie vor werden die Abstellmöglichkeiten bei Bedarf weiter ausgebaut. Große Nachfrage für weitere Abstellanlagen besteht am Westbahnhof, an der Stadtbahn-Haltestelle Bergen-Enkheim sowie an den neu hergestellten Bahnhöfen der S-Bahnlinie S6.

Bike+Ride in Frankfurt
Zum Bike+Ride Konzept der Stadt Frankfurt am Main.
Wie funktioniert eine doppelstöckige Fahrrad-Abstellanlage?
Um Ihr Rad in der oberen Etage der Anlage abzustellen, ziehen Sie einfach die Vorrichtung mit dem rot lackierten Ende zu sich - ähnlich wie eine Schublade. Ist sie ganz herausgezogen, lässt sie sich leicht nach unten klappen. Schieben Sie nun Ihr Fahrrad darauf und schließen Sie es an. Durch eine Hydraulik kann die Vorrichtung ohne größere Kraftanstrengung wieder nach oben bewegt werden. Wenn die Schiene in waagerechter Position ist, können Sie sie mit Ihrem angeschlossenen Rad ganz einfach in die Anlage hineinschieben. Fertig!

Anleitung für die Benutzung der oberen Etage einer Doppelstock-Abstellanlage in vier Schritten.

Abschließbare Fahrradboxen
Am Bahnhof Rödelheim (Arthur-Stern-Platz) können Radfahrende insgesamt 12 abschließbare Fahrradboxen mieten. Die Boxen gelten als sehr einbruchsicher und eignen sich daher besonders zur Unterbringung von Pedelecs und anderen hochwertigen Rädern. In die oberen Boxen lässt sich das Rad ähnlich wie bei einem Doppelstockparker über eine spezielle Hebehilfe komfortabel und zügig hineinhieven. Die sechs ebenerdigen Boxen bieten eine Stromversorgung, um Pedelecs und E-Bikes aufladen zu können. Für unterschiedliche Zeiträume kann man die Plätze online über die Internetseite www.bikeandridebox.de oder per Smartphone-App (Android oder iPhone) mieten.
Die Tagesgebühr beträgt 2,50 Euro für eine Box mit Lademöglichkeit (ohne Stromversorgung 2,00 Euro), für eine Woche 5,00 Euro, für einen Monat sind 20,00 Euro (15,00 Euro) fürs ganze Jahr 120,00 Euro (100,00 Euro) zu entrichten. Gezahlt wird bargeldlos per PayPal oder Kreditkarte.
Eine weitere Anlage mit 12 Fahrradboxen inklusive Lademöglichkeit hat die Stadt Frankfurt im Juli 2021 am Bahnhof Höchst eingerichtet. Die Boxen können hier gemietet werden.

Dezentral platzierte Abstellbügel
Jahr für Jahr werden im Frankfurter Stadtgebiet rund 500 neue Fahrradbügel montiert. Von beiden Seiten nutzbar, bieten sie Platz für 1.000 Fahrräder. Diese kostengünstigen Fahrradparkplätze, die ebenso unaufwändig zu realisieren wie zu unterhalten sind, finden sich im Stadtzentrum wie in Wohngebieten, an öffentlichen Einrichtungen und in Geschäftsstraßen – kurz: sie sind dezentral in der ganzen Stadt verteilt und helfen Rad Fahrenden, ihr Verkehrsmittel überall sicher und bequem abstellen zu können.
Weil seit einigen Jahren eine stetige Zunahme des Radverkehrs zu beobachten ist, werden insbesondere bei umfassenden Straßensanierungen zusätzliche Fahrradbügel installiert. Beispiele sind die Große Friedberger Straße nördlich der Zeil oder die Eschersheimer Landstraße zwischen Hügelstraße und Am Weißen Stein. Über die Meldeplattform Radverkehr haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, der Verwaltung mitzuteilen, in welcher Straße Fahrradbügel fehlen.

Falsch parkende Autos verschlechtern die Sichtverhältnisse an den Kreuzungen und hindern Fußgänger am sicheren Queren der Straße. Fahrradbügel können auch an Straßenkreuzungen montiert werden, um Falschparker von diesen Flächen fernzuhalten (Bild links). An der richtigen Stelle montiert, können Fahrradbügel somit auch einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Im Stadtteil Bockenheim ist bspw. um den Hessenplatz herum eine größere zusammenhängende Fläche mit diesem Ansatz für die “schwächeren” Verkehrsteilnehmenden aufgewertet worden.
Das Beispiel des Bildes links zeigt: Weitere Abstellbügel lassen sich in den Anfangs- oder Endbereichen von Autoparkbuchten montieren, ohne dabei die Zahl der Autostellplätze zu reduzieren. Dabei zieht man zur Parkbucht gehörende Restflächen heran, die mit weniger als fünf Metern Länge "untermaßig", das heißt zu klein sind, um einen Pkw darauf abzustellen.
Bei hohem Bedarf an Fahrrad-Parkplätzen ist es auch möglich, Kfz-Stellplätze in Flächen für Abstellbügel umzuwandeln, wie dies beispielsweise in der Leipziger Straße in Bockenheim geschehen ist (rechtes Bild). Auf einem Pkw-Parkplatz können insgesamt acht Fahrräder an vier Bügeln sicher abgestellt werden.

Fahrrad-Parkhaus
Seit 2016 gibt es in Frankfurt ein Fahrrad-Parkhaus. Es befindet sich in der Mannheimer Straße im Bereich des Busbahnhofes auf der Südseite des Hauptbahnhofs und bietet Platz für 420 Fahrräder. Das Angebot richtet sich gezielt an Berufspendler, die Fahrrad und Bahn auf dem Weg zu Arbeit kombinieren.
Ein Tagesticket kostet 1,00 Euro, Monatskarten sind für 10 Euro, eine Jahreskarte für 100 Euro zu haben. Eine Monatskarte kann vor Ort erworben werden. Benötigt wird hierfür ein Kurzparkerticket, welches dann am Kassenautomaten in eine Monatskarte umgewandelt wird. Für die Nutzung der Jahreskarte wird ein Dauermietvertrag abgeschlossen.

Adresse:
Mannheimer Straße 35, 60329 Frankfurt am Main
Standortlink des Parkhauses für Routing Apps:
Bikerouter (https://bkrtr.de/ikbvu)
Google Maps (https://maps.app.goo.gl/Ch5Qf7Bes9vEqxzr6)
Apple Maps (https://maps.apple/p/z0vMtzsEvHLBmh)
Öffnungszeiten: täglich 06:00 Uhr - 22:00 Uhr
Abholung der Fahrräder jederzeit möglich (Nachtzugang)
Fahrrad-Parkhaus vorrübergehend geschlossen!
Wegen des Wechsels der Betreibergesellschaft muss das Fahrrad-Parkhaus am Frankfurter Hauptbahnhof vorübergehend leider geschlossen bleiben. (Stand: 30. April 2026)

Parkplätze für Lastenräder
Lastenräder sind meist länger und breiter als herkömmliche Fahrräder und brauchen daher auch zum Abstellen mehr Platz. Benötigt werden diese Abstellplätze nicht nur bei den Lastenrad-Nutzenden zu Hause, sondern auch im öffentlichen Raum. Dies stellt Kommunen wie Frankfurt am Main – die den Besitz von Lastenrädern als Ersatz für Autofahrten befürwortet und fördert – vor neue Fragen: Soll es spezielle Lastenrad-Parkplätze geben? Und wo sollten sie angelegt werden? Der Evaluationsbericht zum Pilotprojekt „Parkplätze für Lastenräder“ ist diesen Fragen nachgegangen. Letztlich werden in Frankfurt die dezentral aufgestellten Radbügel nun so montiert, dass in den meisten Fällen das Abstellen von längeren bzw. breiteren Fahrrädern möglich ist. So werden Radbügel am Straßenrand oft in Schrägaufstellung platziert.

Sharing-Fahrzeuge parken
Die Stadt Frankfurt am Main will in den kommenden Jahren rund 950 Mobilitätsstationen unterschiedlicher Größe einrichten. Die physischen Verknüpfungspunkte bündeln verschiedene nachhaltige Verkehrsmittel innerhalb des öffentlichen Verkehrsnetzes an einem Standort. Ergänzt wird das Angebot durch ein deutlich erweitertes CarSharing-Angebot.
Vor allem Angebote der so genannten „geteilten Mobilität“ (Car-, Bike- und Scooter-Sharing) werden neu strukturiert, geordnet und miteinander verknüpft. Ergänzt werden sie um Fahrradstellplätze und weitere infrastrukturelle Angebote. Die Dimensionierung der Stationen und das verfügbare Verkehrsangebot sollen dabei dem Bedarf entsprechend umgesetzt werden. Geplant sind drei unterschiedlich große Versionen. Kleinere Mobilitätsstationen benötigen etwa die Fläche eines öffentlichen Parkplatzes. Hier ist Platz für Miet-Fahrräder und E-Scooter, optional kann es auch Abstellvorrichtungen für private Zweiräder geben. Über 500 Stationen dieser Art sollen in der Innenstadt, in innenstadtnahen Bereichen und in den Stadtteilzentren Höchst, Berger Straße, Leipziger Straße und Schweizer Straße geschaffen werden. Auch im übrigen Stadtgebiet können diese Stationen bei Bedarf errichtet werden, wenn die Situation vor Ort dies erforderlich macht, denn im Umkreis von einhundert Metern können die Mietfahrzeuge nicht mehr abgestellt werden – störend oder auch gefährdend abstellte E-Scooter werden damit weitgehend der Vergangenheit angehören.

Leihfahrräder und E-Scooter gehören übrigens weder in Fahrrad-Abstellanlagen noch an öffentliche Fahrradbügel! Sie werden nach der Nutzung ausschließlich durch das im Leihrad eingebaute Schloss gesichert. An vielen Stellen im Stadtgebiet sind gute Abstellmöglichkeiten knapp. Lassen Sie diese frei für Bürgerinnen und Bürger, die mit dem eigenen Rad unterwegs sind.
Achten Sie auch bitte darauf, Ihr Leihfahrzeug so abzustellen, dass Sie niemanden behindern. Vor allem für Rollstuhlfahrer, Sehbehinderte und Personen mit Kinderwagen oder Rollatoren muss auf den Gehwegen ausreichend Platz zur Verfügung stehen. Herzlichen Dank!

Sammelschließanlagen
Auf der Nordseite des Höchster Bahnhofes gibt es seit März 2026 eine Sammelschließanlage für das sichere und witterungsgeschützte Abschließen von Fahrrädern. Sie erweitert das große Bike+Ride-Angebot am Höchster Bahnhof um 12 reguläre Stellplätze sowie drei Sonderstellplätze, sodass unterschiedliche Fahrradtypen – egal ob klassische Fahrräder, E-Bikes oder Lastenräder – hier sicher geparkt werden können.
Die Stellplätze in der Sammelgarage können wie die bereits bestehenden Fahrradboxen auch über das digitale Buchungssystem www.bikeandridebox.de genutzt werden. Die Preise liegen bei 1 Euro pro Tag. Bei längeren Mietdauern verringert sich der Preis. Die Buchung für ein Jahr kostet 50 Euro.

Fahrradstellplätze auf privaten Flächen
Beim Neubau von Gebäuden haben die Bauherren auf die Bereitstellung von Fahrrad-Stellplätzen zu achten. Maßgeblich hierfür ist die aktuelle Stellplatz-Satzung der Stadt Frankfurt am Main. Die Zahl der einzurichtenden Fahrrad-Abstellplätze hängt wesentlich von der Nutzungsart und der Größe der Gebäude ab. Die Werte im Einzelnen können der Tabelle am Ende dieses PDF-Dokuments entnommen werden.
Die Vorgaben für Fahrrad-Abstellplätze lauten in der Satzung: "Für Fahrradabstellplätze werden, soweit nicht im Einzelfall ein geringerer Flächenbedarf nachgewiesen ist, 1,2 Quadratmeter je Fahrrad als Mindestgröße bestimmt. Sie sollen ebenerdig liegen. Werden sie auf anderen Ebenen hergestellt, muss die Zuwegung mittels geeigneter Rampen oder Aufzüge erfolgen."
Auch für die Unterbringung der Räder im Freien gibt es eine klare Orientierung: "Abstellplätze außerhalb von Gebäuden für mehr als zehn Fahrräder sind in der Regel mit einem Schutzdach auszustatten. Sie sind so mit fest verankerten Fahrradhaltern auszustatten, dass jedes Fahrrad mit seinem Rahmen angeschlossen werden kann."
Für ältere Gebäude gilt bezüglich der vorgeschriebenen Schaffung von Stellplätzen in gewisser Weise "Bestandsschutz". Dies bedeutet, dass die zum Zeitpunkt der Errichtung des Gebäudes geltenden Vorgaben hinsichtlich der erforderlichen Anzahl und Größe von Stellplätzen maßgebend sind. Näheres dazu teilt Ihnen die Bauaufsicht Frankfurt mit.
Wünschenswert ist es natürlich, wenn Eigentümerinnen und Eigentümer von Gebäuden dem gestiegenen Bedarf an Abstellanlagen Rechnung tragen und die Mindestanforderungen mit entsprechenden Angeboten für die Mieterinnen und Nutzer freiwillig übertreffen.
