Neue Radspur Eschersheimer Landstraße

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13.11.24 Infrastruktur

Großer Lückenschluss auf der Eschersheimer Landstraße

Die im September 2024 von der Stadt Frankfurt angekündigte Einrichtung einer neuen Radspur auf der Eschersheimer Landstraße zwischen Humserstraße und Hügelstraße in nördlicher Fahrtrichtung ist inzwischen abgeschlossen.

Bereits einige Wochen zuvor hat die Stadt auch in südlicher Fahrtrichtung zwischen der Straße Am Grünhof und der Miquelallee eine knapp 500 Meter lange rotmarkierte Radspur auf der Eschersheimer Landstraße eingerichtet und damit den Unfallschwerpunkt an der Kreuzung zum Alleenring entschärft. Der in diesem Bereich bisher bestehende Bordsteinradweg führte zudem oft zu Konflikten zwischen Fuß- und Radverkehr und kann nun ausschließlich zum Gehen benutzt werden.

Die Einrichtung der Radspur nach Norden zwischen Humserstraße und Hügelstraße zählt mit einer Länge von 1,5 Kilometern zu einem der größten Radwegprojekte in der letzten Zeit in Frankfurt. Wichtig war diese Maßnahme vor allem, weil es keine parallele Radverbindung durch Nebenstraßen gibt, um in dieser Richtung unterwegs sein zu können. Radfahren war daher nur auf der Straße möglich, auf der Autos mit 50 km/h fahren. Daher wichen Radfahrende bisher oft verbotenerweise auf den Gehweg aus, was zu Konflikten mit zu Fuß Gehenden führte. Eine ausführlichere Darstellung der ungenügenden Situation auf der Eschersheimer Landstraße vor der Umgestaltung enthält dieser Artikel

Motel vorher
Motel vorher
Motel nachher

Die neu entstandene Radspur auf Höhe der Humserstraße

Eine Analyse der Verkehrsmengen durch das Straßenverkehrsamt hatte gezeigt, dass eine durchgängig zweispurige Führung des Kraftfahrzeugverkehrs in diesem Abschnitt der Eschersheimer Landstraße nicht mehr erforderlich ist. Dadurch ergab sich die Möglichkeit, die rechte Fahrspur als breiten Radfahrstreifen einzurichten.

Ladengalerie nordlich Bürgerhaus vorher
Ladengalerie nordlich Bürgerhaus vorher
Ladengalerie nordlich Bürgerhaus nachher

Nach wie vor können Autos vor den Einzelhandelsgeschäften parken.

Im Bereich der ursprünglich 103 Kfz-Stellplätze stehen nun 83 Kfz-Stellplätze plus 11 Lieferzonen für das Gewerbe zur Verfügung, die das Anliefern von Waren und Paketsendungen erleichtern. Um Stellplätze und Lieferzonen oder Einfahrten zu erreichen sowie zum Rechtsabbiegen müssen Kraftfahrzeuge die Radspur überqueren. Die Rotmarkierung hilft an diesen Stellen, hohe Aufmerksamkeit für den Radverkehr zu schaffen.

U-Bahn Dornbusch vorher
U-Bahn Dornbusch vorher
U-Bahn Dornbusch nachher

An der U-Banhnstation Dornbusch führt nun diese geschützte Radspur entlang.

Auch für das 24-Stunden-Netz des Frankfurter Nahverkehrs wurde im Zuge des Projektes eine Verbesserung geschaffen. Da die bisherige Nachtbushaltestelle im Zuge der Planungen verlegt werden musste, wurde sie durch zwei neue Standorte ersetzt. Der Nachtbus hält nun sowohl im Bereich der U-Bahnstation Dornbusch (Eberhard-Beckmann-Anlage) als auch vor dem Bürgerhaus. So verkürzen sich insbesondere für die Umsteigerelation zwischen Nachtbus N8 und Metrobus M34 die Wege.

Tankstelle vorher
Tankstelle vorher
tankstelle nachher

Entlang der U-Bahn-Station Fritz-Tarnow-Straße.

Noch während der Bauzeit im Oktober ist der neue Radweg von einer Vielzahl Radfahrender sehr schnell angenommen worden. Vom Eschenheimer Tor beginnend weist nun die gesamte Eschersheimer Landstraße in nördlicher Fahrtrichtung eine Radverkehrsführung auf, an welche die 2023 neu geschaffenen Radwege über die Maybachbrücke und die Dillenburger Straße anschließen.

In südlicher Richtung kann zwischen Hügelstraße und der Straße Am Grünhof aufgrund der Verkehrsmengen bislang kein Fahrbahnradweg eingerichtet werden, hier besteht allerdings eine bessere Möglichkeit den Radverkehr parallel zur Eschersheimer Landstraße durch Nebenstraßen zu führen auf denen der Kraftfahrzeugverkehr mit niedrigeren Geschwindigkeiten unterwegs ist. Bei weiter absinkendem Verkehrsaufkommen ist eine Radspur in südlicher Richtung in Zukunft jedoch ebenfalls eine Option.