Radschnellweg in die Wetterau
17.06.20 | Infrastruktur

Radschnellweg in die Wetterau

Der Wetteraukreis und mehrere Kommunen, darunter die Stadt Frankfurt, haben mit dem Regionalverband einen Kooperationsvertrag zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie für einen Radschnellweg in die Wetterau abgeschlossen.

Machbarkeitsstudie soll den Streckenverlauf klären

Im Zuge der Radwegeoffensive des Regionalverbands FrankfurtRheinMain sollen insgesamt neun Radschnellwege die Region künftig vernetzen. Einer davon verbindet die Wetterau mit der Frankfurter Innenstadt: Beginnend in Butzbach soll der Schnellweg FrankfurtRheinMain6 (FRM6) über Bad Nauheim, Friedberg, Wöllstadt, Karben und Bad Vilbel nach Frankfurt führen. Mit diesem Ziel haben die politisch Verantwortlichen des Wetteraukreises, der Gemeinde Wöllstadt sowie der Städte Bad Nauheim, Bad Vilbel, Butzbach, Frankfurt am Main, Friedberg und Karben einen Kooperationsvertrag mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain unterzeichnet. Der Verband wird die geplante Machbarkeitsstudie mit dem Team des Ersten Beigeordneten und Mobilitätsdezernenten Rouven Kötter federführend koordinieren.

Die Kommunen und der Kreis begleiten das Vorhaben politisch in einem Steuerungskreis und durch Mitarbeiter aus den Fachabteilungen in einem Arbeitskreis. Hierbei sollen die vorhandenen Nutzerpotenziale sowie mögliche Trassenvarianten für eine solche Premiumroute des Radverkehrs ermittelt werden. Die Studie soll im dritten Quartal dieses Jahres vergeben werden und nach rund anderthalb Jahren fertiggestellt sein. Ein wichtiger und zeitintensiver Baustein wird dabei die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie von Fachbehörden, Interessenverbänden und Vertretern der Wissenschaft sein. "Wir wollen, dass sich alle Interessierten bei diesem Vorhaben mit ihren Anregungen und Ideen einbringen können. Damit wird die Machbarkeitsstudie nicht nur qualitativ besser, sondern erreicht auch eine höhere Akzeptanz", sind sich die Projektpartner einig.

Es wird davon ausgegangen, dass die Kosten der Machbarkeitsstudie bei etwa 100.000 Euro liegen. Das Land Hessen bezuschusst Machbarkeitsstudien dieser Art in der Regel mit rund 50 Prozent. Der Wetteraukreis hat die Übernahme von bis zu 25.000 Euro zugesagt. Die restlichen Kosten teilen sich die genannten Kommunen zu gleichen Anteilen.

 

Weitere Informationen zur aktuellen Planung und Realisierung der neun Radschnellwege in der Rhein-Main-Region sind auf dieser Internetseite des Regionalverbands zu finden.

Unterzeichnung Kooperationsabkommen

Auf dem Foto von links nach rechts: Manfred Schütz, Erster Stadtrat von Butzbach; Peter Hünner, Wetteraukreis; Dirk Antkowiak, Bürgermeister von Friedberg; Michael Merle, Bürgermeister von Butzbach; Jan Weckler, Landrat des Wetteraukreises; Klaus Kreß, Bürgermeister von Bad Nauheim; Guido Rahn, Bürgermeister von Karben; Dieter Olthoff, Stadtrat von Friedberg; Dr. Thomas Stöhr, Bürgermeister von Bad Vilbel; Matthias Walther, Kreisbeigeordneter des Wetteraukreises; Sebastian Wysocki, Erster Beigeordneter der Stadt Bad Vilbel; Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbands FrankfurtRheinMain; Joachim Hochstein, Leiter des Radfahrbüros Frankfurt; Adrian Roskoni, Bürgermeister von Wöllstadt; RV Antje Quitta, Regionale Radverkehrsbeauftragte beim Regionalverband FrankfurtRheinMain. Bildquelle: Wetteraukreis, Fachdienst Kommunikation - Pressestelle

Zum Kooperationsabkommen sagt Klaus Oesterling, Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt:  "Die Förderung des Radverkehrs hat für die Stadt Frankfurt größte Priorität. Wir wollen und werden das Radfahren für unsere Bürgerinnen und Bürger sicherer gestalten, aber auch Einpendler animieren, aufs Rad umzusteigen. Jedes Auto weniger, das aus dem Umland in unsere Stadt kommt, entlastet bei uns die Straßen. Hierbei sehen wir im Regionalverband mit seiner Radwege-Offensive einen guten Partner. Als Hauptziel der geplanten Radschnellwege durch die Region sieht sich die Stadt Frankfurt hier in einer besonderen Rolle und unterstützt diese Projekte daher tatkräftig." Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags in Friedberg ließ sich Verkehrsdezernent Oesterling durch Joachim Hochstein, Leiter des Radfahrbüros vertreten.

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