Neue Brücke mit frisch asphaltiertem Weg am Niddaufer bei Praunheim

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06.06.25 Infrastruktur

Abschluss der Renaturierung am Praunheimer Wehr

Als ökologischen Ausgleich für den viergleisigen Ausbau der Main-Weser-Bahn hatte die Deutsche Bahn einen Nidda-Altarm im Bereich des Praunheimer Wehrs zu renaturieren. Dabei erhielt auch ein Abschnitt des Niddauferwegs eine neue Asphaltdecke.

Siefert: „Ein Gewinn für alle Seiten“

Auch wenn es für Radfahrende in Frankfurt viele Monate Sperrung und Umleitung des Niddauferwegs zwischen der Römerbrücke und der Praunheimer Brücke bedeutete, stellt die von der Bahn erbrachte Ausgleichsleistung „ein Gewinn für alle Seiten dar“, stellte Frankfurts Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert zum offiziellen Abschluss der Renaturierung im Bereich des Praunheimer Wehrs fest.

Besichtigung der Renaturierung

Um die ökologischen Lasten durch den vierspurigen Ausbau der Main-Weser-Bahn auszugleichen, hatte die Deutsche Bahn in einigen Kilometern Entfernung zur Baustelle den rund 600 Meter langen Nidda-Altarm im Bereich des Praunheimer Wehrs zu renaturieren, erläuterte Thomas Koppanyi, Projektleiter der Deutschen Bahn für den S6-Ausbau. Beginn des Projekts war im November 2023.

Aufgrund der vor rund 100 Jahren eingebauten Wehre und der Kanalisierung des Flusses war der gewässerökologische Wert des Altarms stark beeinträchtigt. Im Zuge der Renaturierung fließt nun mehr Wasser ein und strömt mit höherer Geschwindigkeit durch das Flussbett. Zudem schafft der Einbau einer „rauen Rampe“ für die beheimateten Fischarten eine so attraktive Umgebung, dass „hier jetzt sogar Forellen laichen“, stellte Gewässerökologe Gottfried Lehr fest, der mit der Ausführung der Maßnahme durch die von Klaus Rohletter vertretene Baufirma Albert Weil hochzufrieden war.  

Altarm Rücklauf neue Brücke

Der Rücklauf des renaturierten Altarms unter der neu errichteten Brücke am Niddauferweg.

Radweg wieder befahrbar

Obwohl solche Projekte alles andere als das übliche Betätigungsfeld eines Infrastrukturunternehmens sind, klappte die Zusammenarbeit aller Beteiligten ausgezeichnet, stellte Sebastian Etz, Umweltingenieur bei der Deutschen Bahn fest. Zuständige Stelle der Stadt Frankfurt ist die Stadtentwässerung (SEF), die sich unter anderem um den Erhalt der Niddauferwege kümmert. 

Radweg am Praunheimer Wehr

Neben der verbesserten Durchgängigkeit des Flusses für Fische mit dem positiven Effekt für die Artenvielfalt zählt der Einbau der neuen Brücken an Ein- und Rücklauf des renaturierten Altarms zu den Errungenschaften des Projekts. Einziger Wermutstropfen war eine mehrmonatige Wartezeit von Herbst 2024 bis Frühjahr 2025, um den hellen Spezialasphalt, der bereits an vielen Abschnitten des Niddauferwegs genutzt wird, sachgemäß aufbringen zu können. „Hierzu war es nötig, die warme Witterung abzuwarten“, erläuterte Sebastian Etz.

Vom Radverkehr wird der sanierte Abschnitt des Niddauferwegs bereits wieder intensiv genutzt. Er zählt zu den meist befahrenen und beliebtesten Radverbindungen Frankfurts.

Radweg wieder befahrbar – vergrößerte Ansicht wird in Lightbox angezeigt

Für eine größere Ansicht bitte auf das Bild klicken. Von links nach rechts: Thomas Koppanyi (DB-Projektleiter), Wolfgang Siefert (Mobilitätsdezernent), Sebastian Etz (DB-Projektleiter), Klaus Rohletter (Vorstand Bauunternehmen Albert Weil), Gottfried Lehr (Bauüberwachung Gewässerökologie) und Heike Popp (Stadtentwässerung Frankfurt).