Radfahrer fährt eine Rampe hinauf

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19.07.21 | Infrastruktur

Lückenschluss zwischen Seckbach und Preungesheim

Die Stadt Frankfurt hat die Stufenrampe der Fußverkehrsbrücke an der BG Unfallklinik radfahrtauglich umgebaut. Sie kann nun auch von Radfahrenden und Gehbehinderten zur zügigeren Querung über die Friedberger Landstraße genutzt werden.

Die bisherige Stufenrampe ist nun mit dem Rad befahrbar

Östlich der Bundesautobahn 661 hat die nach Bad Vilbel führende Friedberger Landstraße eine erhebliche Trennwirkung zwischen den Stadtteilen Seckbach und Preungesheim sowie den westlich angrenzenden Stadtteilen Eckenheim und Dornbusch. Dem Fußverkehr half bisher zwar eine Brücke nahe der BG Unfallklinik bei der Querung der Straße, doch auf der östlichen Seite bildete die Stufenrampe dieser Brücke eine Barriere für den Radverkehr und mobilitätseingeschränkte Personen. Radfahrende konnten die Verbindung nur nutzen, indem sie abstiegen und ihr Rad über die Stufenrampe schoben. Mit Lastenrädern oder Rädern mit Anhängern war ein sicheres und komfortables Passieren der Rampe praktisch nicht möglich.

Die Brückenbauabteilung des Amts für Straßenbau und Erschließung (ASE) hat die Stufen dieser Rampe nun soweit nivelliert und mit einer rutschsicheren Oberfläche versehen, dass sie selbst bei Nässe sicher mit dem Rad befahren werden kann. Auch Lastenräder und Räder mit Anhängern sowie Gehbehinderte mit Rollatoren können die Stelle nun bewältigen.

Radfahrer fährt Rampe hinab

Beim Umbau der Rampe sind die Stufen nicht völlig beseitigt worden. Die Oberfläche weist nun ein leicht welliges Profil auf. Beim Bergabfahren sorgt dieses Profil dafür, die Rampe mit angepasster, niedriger Geschwindigkeit herabzurollen, beim Bergauffahren ist es nicht hinderlich. Das Radfahrbüro appelliert an alle Radfahrenden, die Rampe mit mäßigem Tempo und ausreichendem Abstand zu Fußgängerinnen und Fußgängern zu nutzen.

Um eine Umgestaltung nach den Richtlinien des Barrierefreien Bauens handelt es sich bei der Maßnahme allerdings nicht. Dazu müsste die Steigung der Rampe auf maximal sechs Prozent beschränkt sein. Diese Vorgabe wäre nur durch einen teuren und zeitaufwändigen Neubau der Rampe zu realisieren, der in absehbarer Zeit sehr unwahrscheinlich sein dürfte. Die zügig umgesetzte Lösung erlaubt aber der überwiegenden Mehrheit der Nutzenden erhebliche Vorteile in ihrer täglichen Mobilität.

Rampe vor der Umbaumaßnahme
Rampe vor der Umbaumaßnahme
Rampe nach der Umbaumaßnahme

Am unteren Ende der umgebauten Rampe wurde der Bordstein zur Friedberger Landstraße – der parallel zur B3 verlaufende Weg trägt ebenfalls diesen Straßennamen – abgesenkt, so dass der Auerweg in Richtung Seckbach ohne Barriere angebunden ist. Jenseits der Rampe führt eine weitere Brücke über die Bundesautobahn 661 auf den Marbachweg in Richtung Preungesheim, Eckenheim und Dornbusch. 

Eine ähnliche Maßnahme, die vor einigen Jahren an einer Rampe der Europabrücke ausgeführt wurde, hat sich bestens bewährt.

 

Wie fährt es sich die umgebaute Rampe hinauf und hinab? Einen Vorgeschmack gibt Ihnen unser Video…