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Keine Ausnahme für Linksradler

Auch auf Angebotsradwegen ist für das Fahren entgegen der zulässigen Richtung künftig wieder ein Bußgeld fällig. Auf Pflichtradwegen drohen fürs Linksradeln bereits jetzt schon 20 Euro.

Fahrrad auf einem mit Piktogramm gekennzeichneten Angebotsradweg in Frankfurt-Bockenheim

Auch Angebotsradwege sind "Einbahnstraßen"

Radwege sind grundsätzlich "Einbahnstraßen". Das heißt, sie dürfen von Radlern erst einmal nur in einer Richtung genutzt werden – und zwar nur, wenn sie in Fahrtrichtung rechts der Fahrbahn gelegen sind. Sollte sich hingegen lediglich auf der linken Straßenseite ein Radweg befinden, muss auf der Fahrbahn geradelt werden. Nur wenn entsprechende Schilder beide Richtungen freigeben, dürfen auch linksliegende Radwege befahren werden.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Radwege benutzungspflichtig sind oder nicht. Pflichtradwege sind an den bekannten blauen Schildern mit dem weißen Fahrradsymbol zu erkennen und müssen benutzt werden. Nicht benutzungspflichtige Radwege, auch „Angebotsradwege“ genannt, heben sich allein baulich vom Gehweg ab, z.B. durch Art und Farbe der Pflasterung. Wo sich Rad- und Gehwegflächen kaum unterscheiden lassen, werden in Frankfurt am Main zwecks besserer Unterscheidbarkeit inzwischen Fahrradpiktogramme auf die Wegeoberfläche aufgebracht. Auch an diesen Stellen hat man - sofern das blaue Radwegschild fehlt - die Wahl zwischen rechtsseitigem Radweg und Fahrbahn.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club weist in einer Meldung darauf hin, dass versehentlich seit der letzten Reform der Straßenverkehrsordnung das Befahren eines nicht benutzungspflichtigen Radwegs in falscher Richtung nicht mehr als Ordnungswidrigkeit geahndet werden konnte. Auf eine Empfehlung des Bundesrates wird dieser Fehler durch die erneute Änderung nun behoben.

Das Verkehrsdezernat und das Radfahrbüro der Stadt Frankfurt am Main betonen, dass Linksradeln eine häufige Ursache von Verkehrsunfällen mit zum Teil schweren Folgen ist. Als Hauptproblem ist hier weniger die Kollisionsgefahr mit anderen Radfahrenden zu nennen, als vielmehr das Übersehenwerden durch kreuzende Kraftfahrzeuge, die nicht mit den Falschradlern rechnen. Daher klärt die Stadt Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit der Polizei immer wieder über diese Gefahr auf – zum Beispiel im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Verkehrssicherheitswochen.

(29.09.14)

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