Dauerzählstelle am Niddauferweg, Monteur schließt Messchleifen im Asphalt an.
01.06.22 | Service

Daten für die Radverkehrsförderung

Im Frankfurter Stadtgebiet gibt es jetzt zehn Dauerzählstellen für den Radverkehr. Die Installation der Messstationen, mit deren Datenerhebung der Radverkehr noch gezielter gefördert werden soll, hat das Land Hessen finanziert.

Wissen, was rollt – Dauerzählstellen für den Radverkehr in Betrieb
Majer: „Weitere Entwicklung des Radverkehrs noch gezielter fördern“

Die Landesstraßenbauverwaltung „Hessen Mobil“ hat ein Konzept zur landesweiten Installation von 270 Dauerzählstellen für den Radverkehr erarbeitet und nach Abschluss einer europaweiten Ausschreibung umgesetzt. Hessen ist damit das erste Bundesland, das eine derart umfassende Datenerhebung im Radverkehr umsetzt. Im Rahmen dieses hessenweiten Konzepts hatte jede Kommune die Möglichkeit, eigene Wünsche für bis zu fünf Standorte zu äußern.

„Auch wir in Frankfurt wollen genauer wissen, wie der Radverkehr sich unterjährig entwickelt“, freut sich Stadtrat Stefan Majer über die neuen Möglichkeiten: „Die Dauerzählstellen eröffnen uns sehr detaillierte neue Einblicke, die wir mit anderen Daten abgleichen und so die weitere Entwicklung des Radverkehrs noch gezielter fördern können.“

Die Stadt Frankfurt am Main hat sich für die folgenden Standorte entschieden:

  • Bockenheimer Landstr., in Höhe Haus-Nr. 5 bzw. Opernturm, zwischen Taunusanlage/Bockenheimer Anlage und Kettenhofweg;
  • Friedberger Landstr., in Höhe Haus-Nr. 114 / 117, zwischen Egenolffstr. und Rohrbachstr. bzw. Glauburgstr.; 
  • Südlicher Mainkai/Schaumainkai in Höhe Haus-Nr. 55, (ggü. Dt. Rentenversicherung) am Hochkai und am Tiefkai; 
  • Niddauferweg in Höhe Freibad bzw. Staustufe Eschersheim (auf der Freibadseite);
  • Ziegelhüttenweg, am südlichen Ende, zwischen Bauhof und Stadtwald (Nähe Bahnhof Louisa).

Zusätzlich zu den städtischerseits benannten Standorten hat „Hessen Mobil“ noch weitere fünf Standorte im Stadtgebiet bzw. an der Stadtgrenze eingerichtet:

  • beiderseits der BAB 66, (zwei separate Zählstellen) im Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Zeilsheim und Kelkheim; 
  • Hoechster-Farben-Str., in Höhe Schneiderstr., in der Kurve zwischen Sindlinger Kreisel und der Brücke am S-Bahnhof Farbwerke; 
  • beiderseits der Friedberger Landstr., in Höhe Hofhausstr.;
  • Unterführung des Sulzbaches an der BAB 5, zwischen Sossenheim und Vordertaunus.

Damit gibt es im Frankfurter Stadtgebiet nunmehr insgesamt zehn Dauerzählstellen für den Radverkehr. Bei allen Zählstandorten handelt es sich um Zählungen an Straßen- oder Wegequerschnitten, an denen jeweils der Radverkehr in beiden Fahrtrichtungen erfasst wird. Natürlich wird der Radverkehr nur auf denjenigen Straßen- oder Wegebestandteilen erfasst, auf denen er zulässig ist. Alle hessischen Standorte sind online unter https://data.eco-counter.com/ParcPublic/?id=8080 aufgeführt, mit wenigen Klicks können detaillierte Auswertungen der einzelnen Dauerzählstellen abgerufen werden.

Die Baukosten für die Ersteinrichtung sämtlicher Dauerzählstellen in Hessen werden vom Land Hessen finanziert. Die Kommunen müssen anschließend für mindestens fünf Jahre den reibungslosen Betrieb der von ihnen gewünschten Zählstellen gewährleisten, danach gehen die Zählstellen in den Besitz der jeweiligen Kommune über. Eine Änderung von Standorten – oder die Einrichtung zusätzlicher Standorte – ist vorerst nicht mehr möglich, handelt es sich doch um ein Projekt der hessischen Landesregierung. Über eine Weiterentwicklung des städtischen Netzes an Dauerzählstellen im Radverkehr wird die Stadtverwaltung somit frühestens nach Abschluss der fünfjährigen Pilotphase erneut beraten.