Radverkehr in der Glauburgstraße

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25.02.25 Infrastruktur

Sicherer unterwegs in der Glauburgstraße

Schrägparkplätze nehmen sehr viel Platz ein, vor allem zu Lasten des Fuß- und Radverkehrs. Wie Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit von einer veränderten Parkregelung profitieren, zeigt diese Maßnahme in der Glauburgstraße.

Das zwischen Lenaustraße und Gluckstraße bisher angeordnete Schrägparken führte dazu, dass Kraftfahrzeuge sehr nah an der Hauswand abgestellt wurden. An manchen Stellen betrug die Gehwegbreite zeitweise nur 80 Zentimeter. Ein großes Problem für Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen! Durch das so erzwungene Ausweichen zu Fuß Gehender auf die Fahrbahn entstanden zusätzliche Gefahrsituationen.

Gleichzeitig blieb auf der Fahrbahn eine sehr geringe Breite zwischen den geparkten Fahrzeugen und den Straßenbahnschienen. Hierdurch bestand ein erhebliches Sturzrisiko für Radfahrende.

Auf Anregung des Ortsbeirats entwickelte das Radfahrbüro vier verschiedene Varianten.

Variante 1 stellt den Ist-Zustand dar: Das Schrägparken auf dem Gehweg ist sowohl für zu Fuß Gehende (aufgrund der geringen Gehwegbreite) als auch für Radfahrende (aufgrund der Dooring-Gefahr und Sturzgefahr in den Straßenbahnschienen) sehr unbefriedigend.

Variante 2 stellt das Längsparken gänzlich auf der Fahrbahn dar. Diese Variante führt zu deutlich besseren Bedingungen für den Fußverkehr. Allerdings gibt es bei dieser Variante für Radfahrende eine nur sehr geringe Breite zwischen geparkten Fahrzeugen und Straßenbahnschienen. Hierdurch entsteht eine erhöhte Gefahr von Dooring-Unfällen für Radfahrende, weshalb diese Variante nicht weiterverfolgt wurde.

Variante 3 stellt das Längsparken halb auf der Fahrbahn / halb auf dem Gehweg dar. Hierdurch bleibt deutlich mehr Gehwegbreite übrig als im Bestand. Auch die Situation für den Radverkehr wird hierdurch sicherer aufgrund eines breiteren Korridors zwischen den Straßenbahnschienen und den geparkten Fahrzeugen.  Der Sicherheitstrennstreifen gewährleistet, dass Radfahrende mindestens 75 Zentimeter Abstand halten zu geparkten Autos, so dass ein Puffer zu einer womöglich unachtsam geöffneten Autotür vorhanden ist. Diese Variante ist aus Sicht des Radfahrbüros die am besten  ausgewogene, die sowohl für den Fuß- als auch für den Radverkehr Vorteile bringt. Daher wurde diese Variante ausgeführt.

Variante 4 stellt das Längsparken ganz auf dem Gehweg dar. Die Gehwegbreite ist auch hier noch breiter als im Bestand (siehe Luftbilder). Für den Radverkehr kann bei dieser Querschnittsaufteilung außerhalb des Straßenbahnlichtraumprofils ein zwei Meter  breiter Radstreifen markiert werden. Diese Variante impliziert jedoch größere bauliche Änderungen im Bereich der Gehwegnasen. Damit war diese Variante kurzfristig nicht umsetzbar und wurde auch vor dem Hintergrund der Nachteile für den Fußverkehr nicht bevorzugt.

Gehweg Glauburgstraße vorher
Gehweg Glauburgstraße vorher
Gehweg Glauburgstraße nachher

Der Bildvergleich offenbart den Unterschied zwischen altem Bestand und der inzwischen realisierten Variante 3 - ein deutlicher Platzvorteil für den Fußverkehr!

Glauburgstraße Fahrbahn Bestand

Auch für den Radverkehr hat die Umsetzung von Variante 3 eine deutliche Verbesserung ergeben - wie der Vergleich der Situation vorher (Bild oben)….

…mit dem gegenwärtigen Zustand mit umgesetzter Variante 3 (Bild unten) zeigt.

Sicherer unterwegs in der Glauburgstraße