Kreuzung an einer Hauptverkehrsstraße, die mit dem Fahrrad nur in einer Richtung überquert werden kann.

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09.08.22 | Infrastruktur

Nord-Süd-Querung über die Friedrich-Ebert-Anlage

Zu Fuß oder mit dem Rad lässt sich über die Friedrich-Ebert-Anlage an der Kreuzung Hohenstaufenstraße / Rheinstraße bald noch unkomplizierter kommen: An dieser Stelle entsteht eine Querung für den Radverkehr in beide Richtungen.

Bislang gab es nur eine Verbindung von Süd nach Nord. Die Überquerung der Friedrich-Ebert-Anlage wird dem Radverkehr nach dem Umbau auch von Nord nach Süd möglich sein, das heißt von der Rheinstraße in die Hohenstaufenstraße. Parallel dazu wird die Kreuzung barrierefrei ausgebaut und bietet mobilitätseingeschränkten Menschen zukünftig eine anforderungsgerechte Überquerung der vielbefahrenen Straße. „Die Weiterentwicklung des Radverkehrsnetzes in Frankfurt nimmt weiter Fahrt auf“, begrüßt Mobilitätsdezernent Stefan Majer die anstehende Baumaßnahme. „Die Arbeiten an der Hohenstaufenstraße sind hierbei ein wichtiger Baustein. Von der Anpassung profitieren der Fuß- und Radverkehr gleichermaßen.“

Die Umbauarbeiten beginnen am Montag, 15. August, und enden voraussichtlich im November 2022. Gebaut wird unter Aufrechterhaltung des Verkehrs, es sind keine Vollsperrungen vorgesehen. Die Baustelle wandert von Ost nach West, Fußgänger:innen und Radfahrer:innen können die Friedrich-Ebert-Anlage jederzeit überqueren. Auch der Straßenbahnbetrieb bleibt während des Umbaus ohne Einschränkungen erhalten. 

Die Radwegquerung Hohenstaufenstraße ist Teil des städtischen Lückenschlussprogramms. Die Stadt Frankfurt am Main schafft somit direkte Wegebeziehungen an vielbefahrenen Stellen, damit Radfahrer:innen schneller ans Ziel kommen. 

Das ändert sich für den Radverkehr

Bislang fehlte eine legale Querung der Friedrich-Ebert-Anlage in Fahrtrichtung Süden. Der Radverkehr aus dem Norden wird im östlichen Seitenbereich der Rheinstraße künftig über einen neu gebauten Radweg mit einer Breite von 1,60 Metern geführt. Parallel zum Fußverkehr und per Ampelschaltung geht es für Radfahrende weiter über die Friedrich-Ebert-Anlage in die Hohenstaufenstraße. Dort führt der neu gebaute und 1,60 Meter breite Radweg nach einer Rechtskurve parallel zum Fußverkehr über die Ampel auf die westliche Seite der Hohenstaufenstraße und über den bereits vorhandenen Radfahrstreifen weiter Richtung Süden. Die neue Verbindung wird im Radwegweisungsnetz ausgewiesen und entsprechend beschildert.

Kreuzung an einer Hauptverkehrsstraße, die mit dem Fahrrad nur in einer Richtung gequert werden kann.

Bisher besteht eine Querungsmöglichkeit für den Radverkehr nur in die nördliche Richtung, in der Gegenrichtung fehlt sie.

Der Radverkehr in Fahrtrichtung Norden, das heißt aus der Hohenstaufenstraße kommend, wird wie bislang vom bereits vorhandenen Radfahrstreifen per Ampelschaltung über die Friedrich-Ebert-Anlage geführt und erhält zusätzlich eine Linksabbiegemöglichkeit in die Friedrich-Ebert-Anlage. Radfahrer:innen, die weiter in den Norden wollen, werden an der Einmündung der Rheinstraße in den Mischverkehr der Tempo 30 Zone entlassen. Die an der Kreuzung vorhandenen Ampeln werden gemäß Arbeitsplan Barrierefreiheit der Stadt Frankfurt am Main angepasst sowie die Querungen mit taktilen Platten ausgestattet.

An der Planung und Ausführung sind das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) und das Straßenverkehrsamt beteiligt. Die Gesamtkosten der Umbaumaßnahme betragen rund 500.000 Euro. Die Stadt Frankfurt am Main hat einen Antrag auf Fördermittel des Landes nach dem Mobilitätsfördergesetz (MobiFöG) gestellt und rechnet mit einer Förderung in Höhe von 180.000 Euro. Als weiterer Baustein für die Finanzierung wurde ein Antrag auf Stellplatzablösemittel gestellt.

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