Sie sind hier: Home » Ihr Rad und Sie » Radfahrende Kinder




Radfahrende Kinder

Mehr Selbständigkeit, aktive Mobilität, bessere Entwicklung der Motorik: Es gibt viele gute Gründe, warum Kinder Rad fahren sollten. Als ausdrückliche Ermutigung dazu sind die Rad-Schulwegpläne und der Schülerradroutenplaner gedacht.

Rad fahrende Kinder

Spaß, Umwelt und Gesundheit

Weshalb Kinder frühzeitig das Fahrrad als flexibles, kostengünstiges und umweltfreundliches Verkehrsmittel erfahren sollten? Wer bereits als Kind und Jugendlicher das Fahrradfahren schätzen gelernt hat, ist als Erwachsener viel eher bereit, das Rad zu nutzen. Dabei steht im Vordergrund, dass Radfahren Spaß macht, fit hält, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leistet – und damit auch ein Stück Lebensqualität ist.

Junge auf Kinderfahrrad

Das richtige Kinderfahrrad

Klar: Zum sicheren Radfahren benötigt man ein Rad mit sicherer Ausstattung. Bloß, woran orientiert man sich da bei Rädern für Kinder? So ist für kleinere Kinder, die nur auf Gehwegen oder in Grünanlagen fahren, ein geschlossener Kettenkasten wichtiger als eine zuverlässige Beleuchtung, die wiederum Kinder benötigen, die schon im Straßenverkehr unterwegs sind. Unser Tipp: Lassen Sie sich ausführlich im Fachhandel beraten. Kaufen Sie nie ein Rad, auf dem Ihr Kind keine Probefahrt gemacht hat. Auch der Kauf eines zu großen Rades, in das man "noch hineinwächst", ist keine gute Idee. Ihr Kind soll sich auf seinem Rad richtig wohlfühlen!

Was ist sonst noch wichtig? Auf jeden Fall gut gesehen zu werden! Deshalb sind helle oder bunte Kleidung und Reflektoren an Jacke und Helm ebenso vorteilhaft wie ein bunter Wimpel mit einer langen Stange, die über die Höhe von Pkw-Dächern hinausragt.

Kinderfahrrad mit Wimpel

Ein Wimpel macht Kinder auf Fahrrädern besser wahrnehmbar.

Der Helm ist immer dabei

Zwar gibt es in Deutschland für Kinder ebenso wenig eine gesetzliche Helmpflicht beim Radfahren wie für Erwachsene, doch es herrscht längst die Auffassung vor: Kinder radeln besser mit Helm! An cool aussehenden Modellen ist im Fachhandel kein Mangel. Der Nachwuchs ist schnell daran gewöhnt, mit Kopfschutz zu fahren – und die Eltern haben ein besseres Gefühl dabei. Allerdings sollte allen klar sein, dass Helme keinen Unfall verhindern können, sondern nur die Unfallfolgen lindern. Deshalb ist ein Helm kein Ersatz für eine aufmerksame Fahrweise!

Nicht nur weil Kinder wachsen, sondern auch weil im Winter mal eine Mütze darunter getragen wird, muss die Einstellung des Helms immer wieder verändert werden, damit er optimal passt. Die kleinen Gurte und Ösen am Helm perfekt einzustellen, kann ganz schön knifflig sein. Nehmen Sie sich dazu genügend Zeit. Zwei Minuten vor dem Losfahren genügen garantiert nicht. Wetten?!

Radweg? Gehweg? Straße?

Kinder fahren in Deutschland bis zum Alter von acht Jahren grundsätzlich auf dem Gehweg. Seit Ende 2016 dürfen sie dabei von einer erwachsenen Person auf dem Fahrrad begleitet werden. Ab zehn Jahren fahren Kinder auf dem Radweg und dürfen, wo es keinen benutzungspflichtigen Radweg gibt, auf der Straße fahren. Kinder zwischen acht und zehn Jahren dürfen wählen, ob sie auf dem Gehweg oder "wie die Großen" auf dem Radweg bzw. auf der Straße Rad fahren.

Ausschnitt aus einem Schulwegplan für radelnde Schülerinnen und Schüler

Ausschnitt aus einem Schulwegplan für radelnde Schülerinnen und Schüler.

Bike im Trend: Sicher mit dem Rad zur Schule

Zur Erarbeitung von Schulwegplänen speziell für Rad fahrende Schülerinnen und Schüler geht das Frankfurter Stadtschulamt seit 1999 neue Wege in der Schulwegsicherung. Mit dem Projekt Bike im Trend – Mobil und sicher mit dem Rad zur Schule wurde zusammen mit Umweltlernen in Frankfurt e.V. ein Konzept entwickelt, das die Jugendlichen gezielt in den Planungsprozess einbezieht. Schließlich sind Schülerinnen und Schüler die Spezialisten für ihren Schulweg. Sie können aus ihrem alltäglichen Erfahrungsbereich heraus kompetent Problemstellen aufdecken. Die Schulweganalyse von Schülern für Schüler bildet deshalb die Grundlage für die Erstellung eines Schulwegplanes für Radfahrer.

Seit 2017 liegen für alle Frankfurter Stadtteile Schulwegpläne für Rad fahrende Schülerinnen und Schüler zum Herunterladen vor.

Ohne Elterntaxi

Diesen Appell an die elterliche Vernunft bekräftigt die Stadt Frankfurt immer wieder mit Kampagnen.

Schülerradroutenplaner

Auch mit dem Schülerradroutenplaner www.schuelerradrouten.de finden Schülerinnen und Schüler eine passende und sichere Fahrradroute zu ihrer Schule. Der Schülerradroutenplaner basiert auf einem sicheren Schulradwegenetz, das für 240 weiterführende Schulen in Frankfurt und der Rhein-Main-Region erarbeitet und abgestimmt wurde. Er ist in einer digitalen Kartendarstellung – eingebunden in den Radroutenplaner Hessen – veröffentlicht. Die Anwendung funktioniert sowohl am PC zu Hause als auch als Mobile App und Widget für das Smartphone.

Schulradeln

Im Rahmen des jährlich stattfindenden Schulwettbewerbs Schulradeln für ganz Hessen und Mainz werden die fahrradaktivsten Schulen bzw. Schulprojekte und Schulaktionen zum Thema Fahrrad und Schule gesucht. Zum einen geht es darum, dass Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen, Lehrer und Eltern in einem Aktionszeitraum von drei Wochen möglichst viele Fahrradkilometer sammeln. Zum anderen wird auch die beste Aktion zum Thema Fahrrad und Schule prämiert. Schulen oder Klassen sollen in innovativen, witzigen und kreativen Aktionen zeigen, wie sie Fahrrad und Schule verbinden. Frankfurter Schulen wie die Elisabethenschule gehören immer wieder zu den erfolgreichen Teilnehmern beim Wettbewerb Schulradeln.



Servicenavigation