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Räder doppelstöckig parken

Radfahren wird in Frankfurt immer beliebter – geeignete Abstellmöglichkeiten dagegen immer knapper. Deshalb installiert die Stadt Frankfurt diesen Sommer erstmals eine platzsparende doppelstöckige Abstellanlage an der Konstablerwache.

Skizze Doppelstöckige Abstellanlage

An der Konstablerwache entstehen 96 neue Abstellplätze

Frankfurt bekommt seine erste doppelstöckige Fahrradabstellanlage an der Konstablerwache. Die Pläne haben Verkehrsdezernent Klaus Oesterling und Michaela Kraft, die Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung, am 22. Juni vorgestellt. Angeregt hatte die Maßnahme der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Frankfurt, der mit seinem verkehrspolitischen Sprecher Bertram Giebeler vertreten war.

Ob an der Konstablerwache, auf der Zeil oder in deren Seitenstraßen – zum Abstellen von Fahrrädern gibt es in der Frankfurter Innenstadt einen "enormen Bedarf", so Verkehrsdezernent Oesterling. Diese Dringlichkeit und der Wunsch, die an die Kurt-Schumacher-Straße grenzende Ostseite der Konstablerwache städtebaulich aufzuwerten, führten zur Idee, dort eine besonders leistungsfähige Fahrradabstellanlage zu errichten. "Gute Radabstellanlagen sind eine Anerkennung der Radfahrer und Radfahrerinnen als gleichwertige Verkehrsteilnehmer und dadurch eine wichtige Maßnahme zur Förderung des Radverkehrs", sagte Verkehrsdezernent Oesterling.

Skizze Doppelstöckige Abstellanlage

In dieser doppelstöckigen Abstellanlage finden 32 Fahrräder Platz. Das Modell oben rechts bietet mit 64 Plätzen die doppelte Kapazität. Skizze: Amt für Straßenbau und Erschließung.

Die neue Anlage bietet Platz für insgesamt 96 Fahrräder. Ihre Besonderheit: Ist ein Abstellplatz auf der unteren Ebene belegt, lässt sich die obere Ebene für ein weiteres Rad nutzen. Dazu kann man einfach eine kleine Rampe von der oberen Etage absenken, um das zweite Fahrrad darauf zu schieben. Durch eine Hydraulik steigt das Rad ohne nennenswerten Kraftaufwand nach oben – fertig!

Klaus Oesterling und Bertram Giebeler

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (links) und Bertram Giebeler vom ADFC stellen die Pläne vor. Foto: Radfahrbüro Frankfurt am Main

Für die entscheidende Anregung bedankte sich der Stadtrat beim ADFC Frankfurt. Dessen verkehrspolitischer Sprecher Bertram Giebeler erläuterte, dass andere Städte wie Berlin, München oder Utrecht sehr gute Erfahrungen, auch mit teilweise deutlich größeren Anlagen dieser Art gemacht hätten. Die Stadt lobte Giebeler für die rasche Realisierung dieser ersten Doppelstock-Abstellanlage in Frankfurt.

Einig sind sich Klaus Oesterling und Bertram Giebeler, dass die Anlage schon bald nach der für Mitte August geplanten Fertigstellung sehr gut von den Rad Fahrenden in Frankfurt angenommen wird.

 

 

Hintergrund: Fahrradparken in Frankfurt

Die Stadt Frankfurt am Main stellt im öffentlichen Raum bereits ein breites Angebot von Fahrradabstellplätzen zur Verfügung. Derzeit gibt es in Frankfurt 8.400 Abstellanlagen, davon 1.000 überdacht. Insbesondere in der Innenstadt und an Verkehrsknotenpunkten wie U- und S- Bahnhöfen ist die Stadt laufend um einen weiteren Ausbau bemüht. In diesem Zusammenhang wird auch geprüft, überdachte Anlagen aus dem Bestand auf doppelstöckige Anlagen umzurüsten.

 

Wie funktioniert eine doppelstöckige Abstellanlage? Dieses Video erläutert es in einer Minute!

(22.06.17)

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