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Carl-Ulrich-Brücke passierbar

Zwischen Fechenheim und Offenbach gibt es wieder eine direkte Radverbindung: Ideale Bedingungen für Radler ließen sich zwar erst einmal nicht realisieren, aber immerhin deutliche Verbesserungen zur Situation vor der Erneuerung der Carl-Ulrich-Brücke.

Carl-Ulrich-Brücke

Besser für Radler: Trotz Enge nicht alleingelassen

Seit dem 4. Dezember 2014 ist nach einmonatiger Sperrung die 234 Meter lange Carl-Ulrich-Brücke zwischen Frankfurt und Offenbach wieder für den Verkehr freigegeben. Die Gehwege der komplett neugebauten Brücke wurden gegenüber ihrem inzwischen abgebrochenen Vorgänger jeweils von zwei auf drei Meter verbreitert. Nach Abschluss der restlichen Bauarbeiten haben diese Wege damit erstmals die angemessene Breite für die bereits zuvor praktizierte gemeinsame Nutzung durch Fußgänger und Radfahrende. 

Eng geht es nach wie vor auf der ebenfalls frisch asphaltierten Fechenheimer Brückenrampe zu. Die Dieburger Straße liegt hier auf einem Damm, der sich nur mit entsprechendem Aufwand unter Berücksichtigung des umgebenden Landschaftsschutzgebietes verbreitern lässt. Unstrittig ist, dass bei ca. 1.500 Radfahrern und 20.000 Kraftfahrzeugen pro Tag trotzdem eigene Radwege erforderlich sind. Um deren Bau voranzubringen, befinden sich die Stadt Frankfurt am Main und Hessen Mobil im Gespräch. Ebenso wie die Brücke gehört hier die Dieburger Straße der Hessischen Straßenbauverwaltung Hessen Mobil

So steht bis auf Weiteres allen Verkehrsarten nur der knappe Platz zwischen den Alleebäumen zur Verfügung. Die Gehwege haben hier selbst für reinen Fußgängerverkehr eine unbefriedigende Breite, eine Mitbenutzung durch Radfahrende verbietet sich wie zuvor. So müssen sich Radfahrer weiterhin die ca. 6½ m breite Fahrbahn mit dem starken Autoverkehr teilen. 

Dennoch konnten die Radfahrbedingungen auch in diesem Abschnitt merklich verbessert werden: In beiden Richtungen wurden die Überleitungen vom Radweg auf die Fahrbahn so umgestaltet, dass sie von Kraftfahrern nicht übersehen werden können und für Radler möglichst keine Angststellen darstellen. An die mit rot-weißen Baken gesicherten Sperrflächen direkt vor der Überleitung schließen sich Radfahrer-Schutzstreifen an. In Richtung Offenbach, also bergauf, wurde dieser Schutzstreifen so weit wie möglich verlängert. In der Gegenrichtung sind die meisten Radler bergab zügiger unterwegs, so dass der Mischverkehr Auto - Fahrrad wegen des geringeren Geschwindigkeitsunterschiedes stressfreier laufen kann. Auch nach dem jeweiligen Ende der Radfahrer-Schutzstreifen werden Radfahrende auf der Fahrbahn nicht alleingelassen: Eine dichte Spur von Fahrradpiktogrammen auf der Fahrbahn verdeutlicht Rad- und Autofahrenden, dass es seine Richtigkeit hat, wenn Radler auf der Fahrbahn unterwegs sind. 

Zum Zeitpunkt der Freigabe sind die Bauarbeiten noch nicht völlig abgeschlossen. Der Übergang zwischen der neuen, einige Dutzend Zentimeter höherliegenden Brücke und der anschließenden Fahrbahn wurde an beiden Brückenenden erst einmal nur provisorisch hergestellt. Die endgültigen Fahrbahn- und Geländeranschlüsse werden dann in den Osterferien 2015 hergestellt. Ab dann steht auch auf der Brücke die volle Geh- und Radwegbreite zur Verfügung. 

Carl-Ulrich-Brücke: Einfädelstreifen an der Dieburger Straße

Fechenheimer Brückenrampe: Überleitung vom Radweg auf die Fahrbahn

Blick über die Carl-Ulrich-Brücke Richtung Offenbach

Blick über die Carl-Ulrich-Brücke Richtung Offenbach

(04.12.14)

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