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Deutschherrnufer wird fahrradfreundlich

Das Amt für Straßenbau und Erschließung hat mit den Bauarbeiten zur Neugestaltung am Deutschherrnufer und am Frankensteiner Platz begonnen. Baubeginn war Montag, der 13. Oktober 2014.

Ausschnitt Planskizze: Umgestaltung des Deutschhernufers

Zweirichtungsradweg bis zur Flößerbrücke

Das Deutschherrnufer soll im Abschnitt zwischen der Alten Brücke und der Flößerbrücke in Anlehnung an das Gestaltungskonzept des bereits umgebauten Museumsufers angepasst werden. Ziel ist, den Straßenraum zu Gunsten eines Zweirichtungsradwegs neu aufzuteilen und die Lücke in der Radverkehrsführung entlang des Mains auf dem Hochkai zu schließen. Anstelle der vorhandenen vier Fahrstreifen für den Kfz-Verkehr wird es künftig nur noch drei geben. Zu der Umgestaltung gehören auch der Frankensteiner Platz sowie die Frankensteiner Straße.

In der Knotenpunktzufahrt Walter-Kolb-Straße sind beidseitig Radfahrstreifen vorgesehen. Der separate Rechtsabbiegefahrstreifen in Richtung Osten (Deutschherrnufer) und die Mittelinsel entfallen. Die Fußgängerführung am westlichen Rand der Walter-Kolb-Straße ist aufgrund des Niveauunterschiedes durch eine Stützwand von der Fahrbahn abgesetzt und nur über eine Treppe an das Sachsenhäuser Ufer angeschlossen. Um eine barrierefreie Wegeführung herzustellen, wird im Zuge der Baumaßnahme zusätzlich ein 2,50 Meter breiter Gehweg vor der Stützmauer angelegt.

Lückenschluss schafft Alternative zum Main-Radweg

Der entstehende Lückenschluss auf dem Hochkai des Deutschherrnufers kann auch zu einer Entlastung des Main-Radwegs beitragen, auf dem zeitweise ein extrem hohes Aufkommen an Radlern – und somit ein Konfliktpotenzial zum Fußgängerverkehr – besteht. Auch bei Veranstaltungen am Mainufer ist der parallel verlaufende neue Zweirichtungsradweg eine günstige Umfahrungsalternative.

Fußgängerfreundlicherer Frankensteiner Platz

Die verkehrsreiche Kreuzung am Frankensteiner Platz wird insgesamt fußgängerfreundlicher umgestaltet. Die Fahrbahnflächen werden kompakter, sodass größere Aufenthaltsflächen in den Seitenräumen entstehen. So ist es möglich, die seltene, aus der Gründerzeit stammende, halbrunde Form des Frankensteiner Platzes gestalterisch durch die Ergänzung des erhaltenswerten Baumbestands mit neuen Baumstandorten hervorzuheben. Am Brückenkopf der Ignatz-Bubis-Brücke wird eine im Bestand fehlende Fußgängerfurt in Ost-West-Richtung hergestellt. Durch die Verlegung der Straßenbahnhaltestelle Richtung Süden aus dem Platz heraus werden Nutzungsüberlagerungen verringert. Es werden zehn neue Bäume gepflanzt.

 

Ebenso wie die Straßenbahnhaltestelle Frankensteiner Platz werden die beiden Bushaltestellen am Deutschherrnufer barrierefrei mit Sonderbordsteinen und Bodenindikatoren umgebaut.

Zwischen dem Frankensteiner Platz und dem Wasserweg ist das Deutschherrnufer eine Einbahnstraße in Fahrtrichtung Westen. Die heute vorhandenen zwei Fahrstreifen bleiben erhalten. Die in diesem Abschnitt erforderlichen Kfz-Stellplätze bleiben erhalten und werden mit Bordsteinen eingefasst.

Die Frankensteiner Straße als Eingangstor in das historische Altstadtviertel von Alt-Sachenhausen wird ebenfalls umgestaltet. Mit der geplanten Neuaufteilung des Straßenquerschnittes soll sich die Situation für den Fußgängerverkehr verbessern und Verkehrsprobleme wie wildes Parken und ungünstige Wendemanöver beseitigt werden. Auf der nordwestlichen Straßenseite wird zugunsten weiterer Stellplätze Senkrechtparken eingeführt. Auf der südöstlichen Seite ermöglicht die Neuordnung der Schrägparkplätze auf Längsparker eine ausreichende Gehweg- und Fahrbahnbreite. Drei neue Bäume werden gepflanzt.

Markierung neuer Schutzstreifen

Die Dreieich- und die Seehofstraße werden im direkten Anschlussbereich in die Umgestaltung integriert. Die heute für den fließenden Verkehr zur Verfügung stehende Fahrstreifenanzahl bleibt erhalten, zusätzlich werden Schutzstreifen beziehungsweise Radfahrstreifen vorgesehen.

Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen am 13. Oktober und sollen bis zum 31. Dezember 2015 dauern. Die geplanten 15 Monate Bauzeit beinhalten Erd-, Entwässerungs- und Straßenbauarbeiten wie auch Neu- und Umlegung von Leitungstrassen üblicher Versorgungsträger. Die Bauausführung der Maßnahme wird durch die Längsachse des Deutschherrnufers in Hauptbauphasen geteilt und der Verkehr unter halbseitiger Sperrung geführt. Somit ist über die gesamte Bauzeit mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Die Baumaßnahme ist ein gemeinsames Projekt des Amtes für Straßenbau und Erschließung sowie des Stadtplanungsamts. Die Baukosten betragen rund fünf Millionen Euro.

Zur Umgestaltung können Sie zwei Pläne als PDF herunterladen:

Hier finden Sie den westlichen Teil der Umgestaltungsmaßnahme

Hier finden Sie den östlichen Teil der Umgestaltungsmaßnahme



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