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Legales Licht ohne Dynamo

Darauf haben viele Radler gewartet: Seit dem 1. August ist in Deutschland auch akku- oder batteriebetriebene Fahrradbeleuchtung erlaubt. Die Grundlage dafür hat der Bundesrat im Juli beschlossen, sie soll aber noch präzisiert werden.

Aufsteckrücklicht am Fahrrad

Fahrradbeleuchtung: Ist jetzt erlaubt, was gefällt?

Die neue Verordnung zur Fahrradbeleuchtung erlaubt mehr als zuvor – aber bei Weitem nicht alles. Wer die seit 1. August geltende Regelung zum Anlass nimmt, eine neue Akku- oder batteriebetriebene Beleuchtung zu kaufen, sollte daher unbedingt darauf achten, dass Scheinwerfer und Rückleuchte tatsächlich für den Straßenverkehr zugelassen sind.

Denn grundsätzlich müssen Fahrradscheinwerfer "in einer amtlich genehmigten Bauart ausgeführt sein", wie es im Amtsdeutsch der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), § 22 a, Absatz 2, heißt. Im Klartext bedeutet das: Jede Fahrradbeleuchtung muss ein offizielles Prüfzeichen tragen – und zwar unabhängig davon, ob der Scheinwerfer seine Energie von einem Dynamo, einer Batterie oder einem Akku bezieht. Der Sinn dieser Regelung besteht vor allem darin, Gefährdungen – etwa durch Irritationen oder das Blenden Entgegenkommender – abzuwenden.

Aufstecklicht auf Radlenker

Das Prüfzeichen ist an einer Wellenlinie, dem Buchstaben K und einer Ziffernkombination zu erkennen. Beim Kauf einer neuen Fahrradbeleuchtung ist das Prüfzeichen recht einfach auf der Packung zu finden. Am Scheinwerfer selbst ist dies oft schwieriger, da das Prüfzeichen in der Regel sehr klein im Schweinwerferglas integriert ist. An blinkenden und blitzenden Leuchten werden Sie das Prüfzeichen übrigens vergeblich suchen, diese sind in Deutschland nicht zulassungsfähig.

Bei einer Blitzumfrage unter Frankfurter Fahrradhändlern zeigte sich, dass in einigen Läden eine Beleuchtungsausrüstung mit Prüfzeichen vorrätig war – in anderen nicht.

Wie "fest" ist "fest angebracht"?

Erklärungs- bzw. ergänzungsbedürftig ist die Verordnung auch hinsichtlich der Bezeichnung "fest angebracht", die aus der alten Verordnung übernommen wurde. Eigentlich ist dies der springende Punkt bei der Abschaffung der Dynamopflicht, denn Akku- und batteriebetriebene Beleuchtung ist ja im Grunde dasselbe wie die mobile, eben nicht fest angebrachte Aufsteckbeleuchtung! Künftig soll für "fest angebracht" offenbar eine andere Lesart gelten: Statt der Montage mit Schrauben soll gemeint sein, dass der Scheinwerfer lediglich während der Fahrt über einen festen Halt verfügt. Das Bundesverkehrsministerium hat hierzu die Veröffentlichung eines entsprechenden Kommentars angekündigt.

Scheinwerfer stets richtig ausrichten

Weder fest montierte Fahrradscheinwerfer noch die mobilen Aufsteckleuchten und ihre Halterungen sollten "einfach nach Gefühl" ausgerichtet werden: Damit das Licht Entgegenkommende nicht blendet, gibt es klare Vorgaben. Im Amtsdeutsch der StVZO klingt das allerdings etwas kompliziert – "Der Lichtkegel muss mindestens so geneigt sein, dass seine Mitte in 5 Metern Entfernung nur halb so hoch liegt wie bei seinem Austritt aus dem Scheinwerfer" – praktische Faustregel: Wer seinen Scheinwerfer so montiert, dass auf der Fahrbahn etwa 10 Meter vor dem Fahrrad der hellste Punkt zu sehen ist, liegt grundsätzlich richtig. Im Zweifelsfall hilft Ihnen ein guter Fachhändler bei der richtigen Einstellung.

Übrigens: Wenn Sie häufig bei Dunkelheit mit dem Rad unterwegs sind, sollten Sie einmal darüber nachdenken, ob ein Fahrrad mit einem modernen Nabendynamo nicht doch die bessere Lösung für Sie ist.

Die Fotos auf dieser Seite entstanden mit freundlicher Unterstützung der Gnewikow & Fülberth Radsport GmbH, Frankfurt-Eschersheim.

(31.07.13)

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