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ADFC-Fahrradklima-Test 2012

Frankfurt am Main unter den Top Ten!
Stadtrat Majer und Stadtverordneter Heuser nehmen Auszeichnung entgegen.

Radfahrerin mit braunem Damenrad

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat am 1. Februar 2013 im Berliner Bundesverkehrsministerium die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2012 bekanntgegeben.

Fast 80.000 Menschen haben sich an der umfangreichen Befragung zur Fahrradfreundlichkeit ihrer Heimatstädte beteiligt, die zum fünften Mal und zuletzt 2005 stattfand. Die Frankfurterinnen und Frankfurter stellen darin ihrer Stadt ein gutes Zeugnis aus: Unter den Städten über 200.000 Einwohnern liegt Frankfurt am Main auf Platz 9 und damit vor München (11), Berlin (24.), Köln (31.) und Hamburg (34.). Besonders ausgezeichnet wurde Frankfurt am Main in der Kategorie „Aufholer“ (größte Verbesserung seit 2005), hier wurde Platz 3 belegt. Unter den hessischen Städten mit über 100.000 Einwohnern ist Frankfurt am Main Spitzenreiter beim Fahrradklima.

Gruppenbild der Gewinner des ADFC-Fahrradklima-Test 2012

Bildquelle: BMVBS

„Auf ein gutes Abschneiden hatte ich gehofft“, freut sich Stadtrat Majer, der die Auszeichnung in Berlin entgegennahm, „aber dass wir so ausgezeichnet aufgeholt haben, ist eine große Überraschung. Die Radlust ist in unserer Stadt der kurzen Wege angekommen, das ist auch eine Bestätigung für alle, die hart dafür gearbeitet haben und nun wissen: Das war gut so – und nun heißt es weitermachen. Denn es sind noch ganz schön viele Lücken zu schließen. Auch manche Radler und auch Autofahrer müssen wir noch davon überzeugen, dass Rücksichtnahme auf sich selbst und andere auch von ihnen erwartet wird.“

Der ebenfalls nach Berlin gereiste Vorsitzende des Verkehrsausschusses der Stadtverordnetenversammlung, Helmut Alexander Heuser, verweist auf die Rolle des Parlaments: „Wir haben mit einer breiten Mehrheit 2005 den Gesamtverkehrsplan beschlossen und gesagt, wir müssen in einer so verkehrsreichen Stadt unbedingt die Potentiale des Fahrrads besser nutzen, das wäre gut für den Verkehr und gut für unsere Stadt. Heute sind wir Vorbild für andere, auch weil in unserer Stadt Chancen ebenso mutig ergriffen wie Probleme entschlossen angepackt wurden. Das macht mich als Verkehrspolitiker sehr stolz auf meine Stadt!“

Majer und Heuser erinnern auch an den vor zwei Jahren verstorbenen Stadtrat Lutz Sikorski: „Mit der Schaffung eines eigenständigen Verkehrsdezernats 2006 und des Radfahrbüros 2009 hat Sikorski die Weichen gestellt und die richtigen Leute an Bord geholt. Sein Pragmatismus und seine Entschlossenheit, in der Verkehrspolitik alle Verkehrsträger gleichermaßen zu berücksichtigen und zugleich für den Radverkehr entschieden Partei zu ergreifen, haben diesen Erfolg erst möglich gemacht.“

Überdurchschnittlich gut bewerteten die Frankfurterinnen und Frankfurter das Radwegenetz, die Fahrradmitnahme in Bussen und Bahnen, die Erreichbarkeit des Stadtzentrums, das zügige Fortkommen und die für den Radverkehr geöffneten Einbahnstraßen. Als Problem werden nach wie vor Hindernisse und Falschparker auf Radwegen sowie die Führung des Radverkehrs an Baustellen gesehen. Auch bei der Breite der Radwege und bei Ampelschaltungen sieht man in Frankfurt Verbesserungsbedarf.



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