Elektromobilität in Frankfurt

Elektromobilität ist weltweit Technologietrend Nr. 1 – und Frankfurt natürlich vorne mit dabei. Dass es nicht nur um CO2-Reduzierung geht, zeigen wir Ihnen hier. Denn E-Mobility macht einfach Spaß und eröffnet ein völlig neues Fahrgefühl. Entdecken Sie mit uns das E-Feeling: satteln Sie um auf’s E-Bike oder Pedelec!



Die Bundesregierung fördert Elektromobilität in Deutschland. Acht Modellregionen, darunter das Rhein-Main-Gebiet mit der Projektleitstelle Stadtwerke Offenbach Holding GmbH, sollen bis 2011 finanziell unterstützt werden.

Von großem Interesse ist hierbei die verstärkte Nutzung batteriebetriebener Fahrzeuge durch Pendler. Der Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein- Main fördert daher mit dem ADFC Hessen unter dem Projektnamen „bike + business 2.0“ Pedelecs im Berufsverkehr. Pendler, die täglich Distanzen von über zehn Kilometern zurücklegen müssen, sind nun auch auf dem Rad bequem mobil.

 

Pedelecs live in Frankfurt
Radfahren mit eingebautem Rückenwind – das wünscht man sich, wenn der Weg länger, der Anstieg steiler wird und die Schweißperlen die Stirn heruntertropfen. Grund genug, dass das Radfahrbüro und die Stadt Frankfurt Teil des Modellprojektes sind, das wissenschaftlich von der FH Frankfurt noch bis zum 30.06.2011 betreut wird. 20 schicke Pedelecs leisten ab sofort ihre Dienstzeit bei den Mitarbeitern der Stadt Frankfurt. Integrierte Chips zeichnen dabei alle relevanten Daten zum Nutzerverhalten auf – gefahrene Kilometer, Geschwindigkeiten etc.

Haben Sie Erfahrungen rund um das Thema E-Bike oder Pedelec gemacht?
Dann schreiben Sie uns.

 

 

Ist es ein E-Bike oder ein Pedelec?
E-Bikes (Elektrofahrräder) fahren im Gegensatz zu Pedelecs (Pedal Electric Cycle) auch ohne Kurbelbewegungen – Schubkraft auf Abruf. Pedelecs erfordern kontinuierliche Muskelkraft – je mehr ein Radfahrer in die Pedale tritt, desto stärker unterstützt der Elektromotor.

 

Das Pedelec Fahrgefühl

  • Ausdauer auch ohne Training: Radeln und nicht schwitzen
  • Zum Spitzensportler mit Technik: Sportlich schnell unterwegs mit einem Motor der bis zu 25 km/h (führerscheinfrei) unterstützt
  • Fast wie fliegen statt radeln
  • Entspannt steil aufwärts: Schubkraft auf Wunsch und nie wieder schnaufen beim Anstieg
  • Die Pedale kitzeln und schon schnurrt das Rad fast von selbst los
 

Ihr E-Bike bzw. Pedelec Plus

  • Weniger Schadstoff, weniger Lärm
  • Entfernungen werden kürzer: der perfekte Begleiter für jeden Pendler
  • Als Radler nun noch schneller am Stau vorbei
  • Immer mit der Ruhe: für gemütliche Radler aber auch für sportliche Frischluftfanatiker geeignet
  • Entlastung: nicht nur am Berg, sondern auch für Rücken und Kniegelenke
 

Energiezahlen

  • 10 Cent Energiekosten auf 100km bei Pedelecs
  • 20 Pedelecs leisten ihren Dienst in der Frankfurter Stadtverwaltung
  • 115 Cent für ein Kurzstrecken-Busticket
  • 1120 Cent Spritkosten auf 100km mit dem Auto
  • 100.000 verkaufte Pedelecs in Deutschland 2009 (Prognose ADFC)
  • 400.000 verkaufte Pedelecs in Europa 2009 (Prognose ZIV)
 

Morphing

Ein Erfahrungsbericht von Rüdiger Voerste

Das, was im Computerprogramm oder in Filmanimationen passiert, ist jetzt live anzusehen. Die Veränderung eines Gesichtausdrucks in einen völlig anderen, von Skepsis über Verwunderung in Erstaunen in 3 Sekunden. Das passiert unweigerlich bei jedem, der ein E-Bike oder Pedelec ausprobiert. Der Eindruck der ersten Fahrt bestätigt sich immer wieder; es ist ein Spaß, E-Bike zu fahren und macht süchtig. Elf Kilometer Weg zur Arbeit vom Vordertaunus nach Frankfurt mit dem konventionellen Rad sind besonders auf dem Rückweg lästig, da es ständig bergauf geht. Besonders im Sommer führt dies zu Schweißausbrüchen, die nun ausbleiben, da ich umgestiegen bin auf ein E-Bike.

Auf der Rückfahrt werde ich regelmäßig belohnt durch das Landschaftserlebnis Steinbachtal, dem ich auf einigen Kilometern mit Tempo 23-25 folge und mich dabei trotz der Steigung wie ein Spaziergänger fühle. Die Beschreibung zur Leistung des E-Bikes habe ich dann am Wochenende überprüft. Von Steinbach Süd durch Oberursel, dann auf der Hauptstraße Richtung Schmitten zum Sandplacken, in der höchsten Stufe mit Tempo 20 – 25 ab der Ortskante Oberursel. In 50 Minuten eine Strecke, für die ich sonst ungeübt 90 Minuten gebraucht habe. Die Moutainbiker, die Rast an der großen Kurve machten, guckten mir etwas ungläubig nach, als ich in Jeans und Polohemd an ihnen entspannt vorbei fuhr auf dem Weg nach oben.Dann nach einem kleinen Picknick am Sandplacken, der Akku war noch 1/4 geladen, der Weg abwärts. Das Rad wurde umgestellt auf Generatorbetrieb, der Akku wurde während der Fahrt wieder um zwei Teilstriche aufgeladen und mit Tempo 35 – 45 ging es zügig in Richtung Oberursel.

Der solide Bau des Rades, das einiges mehr wiegt als mein altes Rad, trägt mit seiner Vollfederung zum entspannten Fahren bei. Im Stadtverkehr entsteht besonders beim Stop & Go in der Bockenheimer Landstraße das Gefühl, ein wenig unfair gegenüber anderen Radfahrern zu sein. Das allerdings vergeht schnell, wenn die SUVs und anderen Spritkonsumenten an mir vorbeifahren und an der nächsten Ampel dann wieder neben mir stehen. Dann denke ich daran, dass bei mir eine Tankladung nur 20 Cent kostet. Ich glaube, Morphing hat Zukunft.

A A A